Wirkung und Anwendung

aspha-min® beinhaltet ca. 20% Kristallwasser, welches im Mischer beim Eindüsen des Bindemittels als feindisperser Wasserdampf frei wird. Dieser gelenkte Aufschäumeffekt führt zu einer Volumenerhöhung des Bindemittels. Die feinteiligen Wasserdampfbläschen bilden Mikroporen, durch die das Asphaltmischgut trotz reduzierter Temperaturen geschmeidig und verarbeitungswillig bleibt. Die Viskosität des Mischgutes wird reduziert. Da das Kristallwasser zudem nicht abrupt, sondern stufenweise und kontinuierlich abgegeben wird, hält der beschriebene Effekt über einen längeren Zeitraum (6 - 8 Stunden), bis zum Abkühlen des Mischgutes auf unter 100 °C, an. Ihr Mischgut lebt während dieser Zeit sozusagen!

Die Zugabe von aspha-min® in Granulatform ist einfach zu realisieren: Die gewählte Zugabeform erlaubt die unproblematische Dosierung während oder kurz vor der Zugabe des Bitumens in einer Menge von 0,3 Gewichts-%. Dazu ist prinzipiell jede Dosiervorrichtung geeignet, die solch kleine Chargen erfassen kann, beispielsweise die Faserzugabe für Splittmastixasphalte. Auch gibt es mittlerweile einfache stationäre und mobile Dosiereinheiten, z. B. für Drum Mix-Anlagen (üblich in den USA). Diese und andere technische Lösungen sind auf Anfrage individuell zu erörtern.

Die Mineralstoffe sind auf eine um ca. 30 °C abgesenkte Temperatur zu erhitzen, um im Endprodukt ebenfalls diese Temperaturabsenkung zu erzielen. Eingesetzt werden können alle im Straßenbauasphalt üblichen Bindemittel, wie Bitumen, Polymerbitumen oder deren Gemische sowie entsprechende Zuschlagsstoffe.

Die Zugabe von aspha-min® erfordert keine Verlängerung der Chargenmischzeit, so dass die Produktionsleistung der Anlage nicht beeinträchtigt wird.

Bei der Anwendung von aspha-min® wird ausschließlich Wasserdampf emittiert. Zurück bleibt eine Art synthetischer Sand im Fülleranteil des Asphaltmischgutes.

Aufgrund der Lieferung in Big Bags oder PE-Beuteln auf Paletten ist aspha-min® einfach zu handhaben und zu lagern. Selbst bei Temperaturen von -15 °C bis +70 °C treten keine Veränderungen am Material auf. Investitionen in zusätzliche Bitumentanks oder Silos entfallen. Lediglich eine trockene Lagerung der Paletten ist nötig. Die Bereitstellung von aspha-min® in Silofahrzeugen ist ebenfalls möglich.