Verarbeitung

Verarbeitung von temperaturabgesenktem Asphalt

Die Verarbeitung von mit aspha-min® modifizierten Asphalten unterscheidet sich nur unwesentlich vom Umgang mit konventionellem Asphalt. Gleichwohl wird der Einsatz zerstörungsfreier Verdichtungsmessungen empfohlen, solange noch keine ausreichenden Erfahrungen mit dem Produkt unter unterschiedlichen Einbaubedingungen vorliegen.

Die gezielte Temperaturabsenkung des Asphaltmischgutes an der Asphaltmischanlage bewirkt eine „Verschiebung“ des Einbaufensters. Die gleichmäßige Abgabe des Kristallwassers im Asphaltmischgut führt zu einer Viskositätsabsenkung und erlaubt eine gute Verdichtungswilligkeit des Asphaltmischgutes auch in niedrigeren Temperaturbereichen.

Hierbei ist auf zügige Entladung, Verarbeitung und Verdichtung zu achten. Einbaugerät ist – soweit möglich – vorzuheizen. Hinsichtlich der Zieltemperatur bei Übergabe am Fertiger sind eventuelle Temperaturverluste an einem Beschicker bzw. auch durch die Absaugungsanlage zu berücksichtigen. Entscheidend für die Einbauqualität ist daher stets die verbleibende Temperatur an der Bohle.

Tips für die Praxis

Bei der Verarbeitung von temperaturabgesenkem Asphalt empfehlen wir:

  • Sorgen Sie für eine trockene Unterlage! Temperaturabgesenkter Asphalt hat weniger thermische Energie, um Restfeuchte verdampfen zu lassen.
  • Heizen Sie Ihr Einbaugerät vor! Wiederum dauert es bei temperaturabgesenktem Asphalt deutlich länger, um das Einbaugerät passiv zu erwärmen.
  • Klären Sie die Rahmenbedingungen des Einbaus mit Ihrem Mischgutlieferanten! Welche Fahrwege sind nötig, welche Fahrzeiten zu erwarten? Welche Witterung (Temperaturen, Wind...) herrscht vor? Wieviele Fahrzeuge welcher Art sind notwendig. So sorgen Sie für hohe Prozesssicherheit.
  • Kalkulieren Sie vor diesem Hintergrund etwaige Temperaturverluste bei der Übergabe! Durch den Einsatz von Beschickern sowie starker Absaugung kommt es zu teilweise deutlichen Temperaturverlusten bis zur Bohle. Diese sind bei der Festlegung der Herstellungstemperatur zu berücksichtigen.
  • Nutzen Sie die vorhandene Zeit! Achten Sie bitte auch eine zügige Entladung, Verarbeitung und Verdichtung. Alle vorbereitenden Arbeiten müssen zum Eintreffen des Asphaltmischgutes abgeschlossen sein.
  • Ziehen Sie Ihr Baustoffprüflabor hinzu! Lassen Sie Ihre Einbauarbeiten - zumindest anfänglich - von zerstörungsfreien Verdichtungsmessungen begleiten. Achten Sie dabei auf die Vorverdichtung und den Verdichtungszuwachs. So gewinnen Sie am schnellsten Routine und Prozesssicherheit.