Asphalt kann durch die Zugabe von aspha-min® bei stark abgesenkten Temperaturen gemischt und verarbeitet werden. Der Energieverbrauch wird dadurch wesentlich reduziert, Baustoff, Anlagen und Geräte erkennbar geschont. Durch die Verringerung von Dämpfen, Aerosolen und Gerüchen verbessern sich Einbaubedingungen signifikant - ein wesentlicher Beitrag zur Einhaltung des neuen Arbeitsplatzgrenzwertes für Dämpfe und Aerosole aus der Heißverarbeitung von Bitumen.
Die Anwendung von aspha-min® in temperaturabgesenktem Asphalt führt durch den reduzierten Verbrauch an fossilen Brennstoffen zu einem deutlich niedrigeren Ausstoß an Kohlendioxid (CO2), Stickoxiden (NOx) und flüchtigen organischen Bestandteilen während des Mischvorgangs, sowie zu einem stark reduzierten Ausstoß an Dämpfen und Aerosolen aus dem Bitumen während des Einbaus. Durch die verminderte Einbautemperatur werden die Arbeitsbedingungen auf den Baustellen in erheblichem Maße verbessert.
So belegen Untersuchungen, dass eine Temperaturabsenkung bei der Herstellung von Asphaltmischgut um rund 30 K die Emissionen aus Dämpfen und Aerosolen aus Bitumen um rund 75% reduzieren. Analog dazu verringert sich die Geruchsbelastung für das verarbeitende Personal sowie umliegende Anwohner und Passanten.
Damit wird temperaturabgesenkter Asphalt mit aspha-min® bei der Einhaltung der ab 2027 geltenden neuen Arbeitsplatzgrenzwerte für Dämpfe und Aerosole aus Bitumen eine entscheidende Rolle spielen können. Waren bislang Expositionen von rund 15 mg/m³ akzeptiert, wird der neue Arbeitsplatzgrenzwert künftig bei nur noch 1,5 mg/m³ liegen.
Das Regelwerk im deutschen Asphaltstraßenbau gibt seit 2006 Hinweise zum Einsatz von temperaturabgesenktem Asphalt über das "Merkblatt für Temperaturabsenkung von Asphalt M TA". Der neue Arbeitsplatzgrenzwert für Dämpfe und Aerosole aus Bitumen entfaltet zwar erst 2027 seine volle Wirkung. Aber bereits mit der Novelle der ZTV- und TL-Asphalt im Jahre 2025 wird temperaturabgesenkter Asphalt Regelbauweise - mit zu erwartender Umsetzung ab 2026.
Da aspha-min® als synthetischer Zeolith keine Veränderung am Ring-und-Kugel-Wert oder sonstiger Bindemitteleigenschaften bewirkt, stellt der Einsatz keine erhöhten Anforderungen an das Einbaupersonal. Eine plötzliches Aussteifen findet nicht statt. Temperaturabgesenkter Asphalt unter Verwendung von aspha-min® entspricht in Zusammensetzung, Verarbeitbarkeit und Gebrauchseigenschaften konventionellem Asphalt.
Temperaturabgesenkter Asphalt mit aspha-min® in Verbindung mit abgesaugtem Einbaugerät wird also auch deshalb eine bevorzugte Vorgehensweise zur Einhaltung des Arbeitsplatzgrenzwertes sein, weil sie durch Verzicht auf verändertes Gebrauchsverhalten des Asphalts und damit unveränderte Wiederverwertbarkeit die volle Nachhaltigkeit der Asphaltbauwiese aufrecht erhält.
Weitere Vorteile von Niedrigtemperaturasphalt mit aspha-min® im täglichen Baustellenablauf liegen auf der Hand: Baumaßnahmen, die aufgrund knapper Zeitfenster (wenn z. B. zwischen Aus- und Wiedereinbau nur wenige Stunden liegen) unter enormem Druck ausgeführt werden, erfahren eine deutliche Entlastung. Klassische Beispiele hierfür sind Asphaltarbeiten auf Flughäfen, in Großstädten und viel befahrenen Autobahnen, die aus vorgenannten Gründen meist nachts ausgeführt werden müssen. Durch das niedriger temperierte Mischgut wird der Zeitpunkt der Verkehrsfreigabe schneller erreicht.
Im Gleisbau sorgt der Einsatz von temperaturabgesenktem Asphalt für optimierten Handeinbau, eine Entlastung von Metallbauteilen sowie eine Reduzierung von Zugspannungen in den Gleissträngen.
Optimale Verdichtung - auch bei Temperaturabsenkung - bedeutet weniger Reparaturen und eine längere Lebensdauer von Asphaltflächen. Dies spart Energie, Rohstoffe und ohnehin knappe öffentliche Mittel. Gleichzeitig reduzieren abgesenkte Temperaturen den Energiebedarf an der Mischanlage.
Mehr Nachhaltigkeit also im Asphaltstraßenbau.